„Trump ist dafür bekannt, zu seinen Worten zu stehen, ob sie den Leuten gefallen oder nicht.“

Kimberly wird im November für Donald Trump stimmen

Kimberly, 27,  besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft. Sie reiste viele Jahre in die USA um ihre Großtante in Arizona zu besuchen. 2017 lernte sie dabei die Liebe ihres Lebens kennen: ihren heutigen Mann. Die ersten beiden gemeinsamen Jahre verbrachten sie in Deutschland, Anfang 2020 wagten sie das Abendteuer USA. Mit ihrer kleinen Tochter leben sie nun in Nashville, Tennessee.

Kimberly wird dieses Jahr das erste Mal wählen gehen. Sie hofft, dass Donald Trump US-Präsident bleibt. 

Weshalb möchtest du Trump wählen?
Seit meinem Studium (Bildung in Kindheit und Jugend) interessiere ich mich für Kinderrechte und setze mich für diese ein. Schon vor einigen Jahren bin ich auf Menschenhandel in den USA aufmerksam geworden. Auch das Thema „Abtreibungen in den USA“ lies mich nicht los. Ich habe sehr viel recherchiert und mein Interesse wurde immer größer. Trump setzt sich für die Kinder ein und hat erst vor ein paar Tagen bei der Convention der Republikaner stolz verkündet, dass alle Kinder – geboren und ungeboren ein von Gott gegebenes Recht auf ihr Leben haben. Hinter dieser Aussage steckt für mich sehr viel. Als ich das hörte, habe ich mich richtig gefreut. Das Ganze ist für mich eine Herzensangelegenheit und ich möchte Trump unter anderem durch meine Stimme dabei unterstützen Menschenhandel, sexuelle Ausbeute und Sklaverei zu bekämpfen.

Trump ist dafür bekannt, zu seinen Worten zu stehen, ob sie den Leuten gefallen oder nicht. Ich vertraue auf seine Worte und habe große Hoffnung, dass er sich in vielen Dingen für die US-Bevölkerung einsetzt. Ich denke, dass sein Handeln auch große Auswirkungen auf den Rest der Welt hat. Deshalb ist diese Wahl für mich besonders wichtig.  Ich wähle Trump nicht, weil er Republikaner ist. Ich wähle ihn als Person, als Individuum. In vielen Bereichen hat er meiner Meinung nach bewiesen, dass er ein guter Präsident ist.

Was sind die größten Errungenschaften in Trumps Präsidentschaft?

Für mich steht da an erster Stelle der Frieden zwischen Israel und UAE – geschlossen durch Trump. Länder, die sich seit vielen Jahren im Krieg befinden. Ich glaube, dass dies auch große Auswirkungen auf die Flüchtlingspolitik in Europa und ganz besonders in Deutschland haben könnte. Ich kann mir vorstellen, dass andere Länder im Mittleren Osten nachziehen. Wenn in diesen Ländern wieder Frieden herrscht und der Kriegsstatus damit beendet ist, müssten laut Gesetz viele geflüchtete Menschen Deutschland wieder verlassen. Die Aufenthaltsgenehmigung für Kriegsflüchtlinge würde dann aufgehoben werden – zumindest ist es das, was ich in meiner Arbeit im Flüchtlingscamp gelernt habe. Ich denke, das wäre sehr wichtig und auch gut, denn durch meine Gespräche mit geflüchteten Menschen weiß ich, dass viele an ihrer Heimat hängen und sie vermissen. Viele Familien sind immer noch getrennt und könnten dann endlich wieder zusammengeführt werden. Ich denke da ganz besonders an die unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlinge, zu denen ich einen sehr großen Bezug hatte.

Die Arbeitslosenquote hat sich zudem sehr verringert und die Einkommenssteuer wurde durch Trump gesenkt. Die Arbeitslosenquote sank von über 14 % im April auf 10,2 % im Juli dieses Jahres, währenddessen auch die Löhne erhöht worden sind.

Durch Trump wurden Regelungen bezüglich Abtreibungen geändert. In einigen Staaten waren Abtreibungen bis in die späten Schwangerschaftsmonate erlaubt. Das gilt seit der Änderung nur noch für Schwangerschaften, die durch Vergewaltigung oder Inzest entstanden sind, oder im Falle eines medizinischen Notfalls.

Menschenhandel ist in den USA ein sehr großes Thema. Viele Frauen, Kinder aber auch Männer werden für illegale Drogengeschäfte und sexuelle Ausbeute verschleppt. Trump unterstütze Hilfsorganisationen mit 35 Millionen US Dollar und versprach weitere Ermittlungen anzustellen sowie die Schuldigen strafrechtlich zu verfolgen und zu bestrafen. Oft wird darüber in den großen Medien nicht berichtet, aber ich beobachte aktuell ganz viele erfolgreiche Ermittlungen, Festnahmen und Befreiung von Kindern und Frauen. Zuletzt gestern, als in Georgia 39 Kinder aus einem Pädophilenring gerettet wurden.

Was würdest du sagen, sind Trumps stärkste Charaktereigenschaften. Gibt es auch etwas, was du nicht so gut findest?

Ich denke, dass Trump zu seinen Worten steht und das eine besonders starke Charaktereigenschaft ist. Er ist selbstbewusst und Kritik gegenüber sehr unerschrocken – das wirkt sehr selbstsicher. Zudem scheint er eine besonders große Willensstärke zu haben und geht viele Mammut-Projekte an, die Arbeit und auch Überwindung kosten.

Es gibt auch Eigenschaften, die ich nicht gut finde.Trump ist definitiv nicht der beste Redner. Das hat unter anderem zur Folge, dass er oft missverstanden und falsch interpretiert wird. Auch mit Tweets auf Twitter hat er oft provoziert – besonders in Momenten der Wut – so scheint es mir.

Kimberly wird im November das erste Mal in ihrem Leben wählen gehen. Sie gibt ihre Stimme Donald Trump 

Du wirst das erste Mal in Deinem Leben im November wählen gehen. Wieso jetzt? 

Bis vor ein paar Jahren habe ich mich wenig mit Politik beschäftigt, weil es für mich nicht interessant war. 

Das änderte sich als ich in Deutschland von 2015-2017 in einem Flüchtlingscamp gearbeitet hatte. Da stieg mein Interesse an der Politik – insbesondere Flüchtlingspolitik.

Das klingt interessant! Was waren denn Deine Aufgaben in dem Camp?

Ich habe Sprachkurse organisiert und koordiniert und ein Projekt für Mütter + Kinder geleitet. Nebenbei – als Freiwillige – habe ich minderjährige unbegleitete Flüchtlinge betreut und war „Ansprechpartnerin“ – viel mehr große Schwester. Zudem hatte ich die Vormundschaft eines Flüchtlingsjungen, bis er 18 Jahre alt wurde.

Ich habe bei meiner Arbeit festgestellt, dass die politischen Gedanken und Entscheidungen sowie rechtliche Vorschriften in vielen Bereichen wenig bis gar nicht umsetzbar waren. Ich war oft sehr frustriert und die Frustration machte sich auch überall sonst bemerkbar.

Du hast Dich persönlich um Flüchtlinge gekümmert, kennst viele persönliche Geschichten. Nun ist Trump ein Präsident, der gerade in Bezug auf Flüchtlinge sehr hart durchgreift. So wurden und werden in den USA minderjährige Kinder von Flüchtlingen und illegalen Einwanderern getrennt. Was denkst Du darüber?

Ja, Trump greift bei der Flüchtlingspolitik sehr hart durch. Ich verstehe den Aspekt der Gefahr des Menschen- und Drogenhandels bei (illegalen) Einwanderungen. Auch glaube ich, dass ein Land bei vielen neuen Menschen, überfordert ist. Das habe ich bereits in meiner Arbeit mit geflüchteten Menschen in Deutschland kennengelernt. Wenn die Ressourcen fehlen, funktioniert eine gute Integration einfach nicht und Integration ist wichtig; nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für die Neuankömmlinge, die Perspektiven und Chancen benötigen.

Warum Kinder von ihren Begleitpersonen getrennt werden, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass diese Entscheidung damals schon von Obama getroffen wurde. Ich vermute, aber ich weiß es nicht.

Der einzig logische Grund für mich wäre, Kinder aus den Fängen der Menschen zu befreien, die diese in den USA verkaufen wollen. Ich weiß, dass täglich ca. 5 Kinder von ihren Begleitpersonen getrennt werden. Wie viele Kinder täglich die Grenze passieren, weiß ich nicht – auch nicht, ob die Begleitpersonen tatsächlich die Eltern oder Verwandte sind.

Ich hoffe, dass Kinder und ihre tatsächlichen Eltern oder Verwandten zusammenbleiben dürfen und es sich bei der Zahl von 5 Trennungen tatsächlich um andere Gründe handelt. Vielleicht ist dies auch nur eine Wunschvorstellung. Ich habe keine andere Antwort. 

Ist das Land zerrissener als vor vier Jahren, bzw. glaubst du Trump ist eher ein Präsident, der das Land eint oder weiter auseinanderdriften lässt? Woran machst du das fest?

Die USA ist aktuell sehr gespalten. Das gab es vor vier Jahren nicht. Da schien mir alles viel friedlicher. Vor vier Jahren hätte niemand geglaubt, dass wir Menschen uns eines Tages mal um Toilettenpapier streiten müssen. Im Moment herrschen viel Unverständnis, Anfeindung, Ungewissheit, Skepsis, Angst und Chaos. Das ist ein absoluter Ausnahmezustand, der das Land sehr spaltet. Ich glaube, dass Trump das komplette Auseinanderdriften keinesfalls zulassen möchte. Trump ist Patriot und er liebt die USA. Die Patrioten sind stolz auf die USA und halten an ihr fest und ich denke, dass Trump durch die Gemeinschaft und neue Voraussetzungen und Chancen für benachteiligte Menschen die USA zusammenhalten kann – vorausgesetzt die Entwicklung des Coronavirus verläuft positiv (gleichbleibend).

Welches Bild haben die meisten Deutschen von Trump?

Für viele Deutsche ist es nach wie vor unverständlich, wie Trump Präsident werden konnte. Und um ehrlich zu sein, dachte ich das bis vor ein paar Jahren auch noch. Viele Deutsche können Trump gar nicht ernst nehmen – weder seine äußerliche Erscheinung noch sein Reden. Trump ist eine Witzfigur und derjenige, der die USA und die ganze Welt in Gefahr bringt. Er ist provokativ und leichtsinnig. Trump ist ein Sexist und Rassist. Er ist unglaubwürdig, unbeliebt und ein schlechter Verlierer, der sich verhält, wie ein kleiner wütender Junge, wenn ihm etwas nicht gefällt.

Welches Bild ist deiner Meinung nach richtig?

Trump wird durch die Medien oft falsch dargestellt und viele Menschen möchten ihm nicht wirklich zuhören und erzählen meines Erachtens Unwahrheiten. Trump ist gewiss gewöhnungsbedürftig und nicht einfach. Ich habe erst durch eigene Recherchen ein vollständiges und richtiges Bild des US-Präsidenten erhalten. Ich stimme Trump nicht in allen Punkten zu, aber doch macht er Vieles richtig und hat Einiges bewirkt. Ihm sollte das definitiv zugesprochen und anerkannt werden. Oft liest man leider nur Negatives.